Die implodierende G7

Falls die Europäische Union ein Geschäft wäre, würden ihre Anleger es zum Verkauf bringen

Wenn man den relativen Anteil eines Landes mit der Weltwirtschaft, oder seinen Marktanteil gemessen an seinem Bruttoinlandsprodukt (BIP), vergleicht, bemerkte ich, dass vier der G7-Staaten mindestens seit dem Jahr 1900 stetig ihren Anteil verloren haben. Sie sind die vier größten Europäischen Volkswirtschaften Deutschlands, Frankreichs, Italiens und des Vereinigten Königreichs. Viel anders als die USA, Kanada und Japan.

Wie wird Europas Niedergang die Welt beeinflussen?

Deutschland

Diagramm 1. Deutscher Anteil der Weltwirtschaft (1900-2008), einschließlich Ost- und Westdeutschland. (Beachten Sie, dass die Volatilität seit 1950 flach gezeichnet ist—ein Beweis für eine kommunistische Planwirtschaft?)

Seit 1900 hat Deutschland rund zwei Drittel seines Anteils der Weltwirtschaft verloren, von fast 12% auf seinem Höchststand verringert auf unter 4% heute.

Hitlers Drittes Reich hatte die deutsche Macht kurz wiederhergestellt, aber nur wegen seiner expansionistischen Wirtschaft, die die Nachbarländer ihrer Wohlfahrt beraubt hatte. Im darauffolgenden Jahrzehnt würden die Deutschen für ihre Hybris mit einem wirtschaftlichen Untergang bezahlen. Trotz der Wiederherstellung ihrer Wirtschaft in den 1950er Jahren ist die deutsche Wirtschaft heute nicht viel mächtig als unmittelbar nach Hitlers Niederlage im Jahre 1945.

Der deutsche ökonomische Einfluss in der Welt verringert sich nicht nur, sondern stirbt. Man muss sich nicht fragen, warum Deutschland entschieden hat die Grenzen für Millionen billiger Arbeitsmigranten zu öffnen. Nicht nur um zu beweisen, wie progressive sie geworden sind, sondern weil die deutschen Arbeiter, so an reiche Lebensformen gewöhnt, nicht mit chinesischen und indischen Löhnen konkurrieren können.

Immigranten aus der dritten Welt können ihre europäischen Gastgeber leicht unterbieten. Nicht, wie der indische Rassist Fareed Zakaria gerne glauben würde,[1] weil indische Immigranten angeblich produktiver wären, sondern weil Immigranten die westlichen Gehälter untergraben können, indem sie ärmere Lebensweisen akzeptieren. Obwohl Immigranten weniger produktiv sind als autochthone Abendländer, sind sie vielmehr bereit die gleiche Arbeit für weit weniger Geld zu machen.

Weltweit zwingt die Drohung eines chinesisch-indischen Wunders eine weitere Masseneinwanderung nach Westen: Die einzigen Menschen, die noch asiatische und indische Löhne unterbieten können, sind Afrikaner (aus Afrika). Kaum überraschenderweise hat der italienische Präsident des Europäischen Parlaments, Antonio Tajani, vor kurzem der deutschen Zeitung Die Welt erzählt, dass Europa im nächsten Jahrzehnt 30 Millionen schwarze Afrikaner aufnehmen müsse. Sie versorgen Fabriken und Fließbänder mit frischen Arbeitern.

Beachten Sie, dass die progressive Ideologie bei der Entscheidung die Grenzen Europas zu öffnen, keine Rolle gespielt hat. Ökonomie kommt vor der politischen Phantasie, obwohl die multikulturelle Weltanschauung bequem dazu dient, die einheimischen Europäer in einem passiven Zustand der Leugnung zu halten, während ihr Leben allmählich von ausländischen Bevölkerungsgruppen verdrängt wird.

Kinder von reichen weißen Eltern werden niemals in der Lage sein mit Einwanderern aus der dritten Welt zu konkurrieren.

Frankreich

Diagramm 2. Französischer Anteil an der Weltwirtschaft (1900-2008).

Wie Deutschland hat Frankreich seit dem Jahr 1900 auch über die Hälfte seines weltweiten wirtschaftlichen Einflusses verloren. Der Zweite Weltkrieg verletzte die französische Wirtschaft von 1939 bis 1945 während seiner Nazi-Besatzung kurz, doch im Gegensatz zu den Deutschen konnten die Franzosen ihre Nationalwirtschaft eher schnell wiederaufbauen.

Auch Frankreich hat sich der Wirtschaftsarena angeschlossen und eröffnete seine Grenze für Masseneinwanderung. Wegen der Notwendigkeit von Niedrigpreispolitik um wirtschaftlich wettbewerbsfähig zu bleiben, beherbergt Frankreich bereits Europas größte nordafrikanische, zentralafrikanische und muslimische Bevölkerung. Immigranten sind die einzigen Menschen, die bereit sind weit unter lebenswerten französischen Löhnen zu arbeiten.

Das Vereinigte Königreich

Diagramm 3. Der britische Anteil der Weltwirtschaft (1900-2008).

Im Jahr 1900 war die britische Wirtschaft so mächtig wie die von Deutschland (12% der Weltwirtschaft), obwohl sie damals eine kleinere Bevölkerung hatte. Die britischen Bürger waren produktiver, vielleicht dank der Ressourcen die sie aus ihrem Kolonialreich erhalten konnte.

Nicht von Nazi-Streitkräften besetzt, scheint die britische Wirtschaft von Kriegsbemühungen profitiert zu haben. Dennoch geriet die britische Wirtschaft als Ganzes seitdem in Vergessenheit. Heute ist die britische Wirtschaft eine knappe 3% der Weltwirtschaft, sogar weniger als die von Deutschland (4%). Vielleicht wird #Brexit Großbritannien helfen ein wenig seines verlorenen Stolzes zurückzugewinnen.

Nachdem das Land seit 1900 fast 75% seiner weltweiten Macht verloren hat, ist es klar das die britische Wirtschaftsmacht sterben wird.

Italien

Diagramm 4. Italienischer Anteil an der Weltwirtschaft (1900-2008).

Im Gegensatz zu Deutschland hat der ehemals faschistische Staat Italien nach dem Zweiten Weltkrieg kaum an seiner militärischen Niederlage gelitten. Italien erholte sich innerhalb von wenigen Jahren und konnte sogar einen relativ stabilen Anteil an der Weltwirtschaft aufrechterhalten, bis der Rückgang endlich um 1980 anfing.

Was ist hier los?

Warum sind die europäischen G7-Mitglieder nicht in der Lage ihre wirtschaftliche Macht zu behalten? Die alternde Demographie und ein späterer Mangel an einheimischen Arbeitern erklären warum Politiker Immigranten der dritten Welt einladen um sich hier zu bewerben, aber sie erklären nicht warum die Volkswirtschaften Europas bereits vor dem Aufkommen der Masseneinwanderung und sogar vor der Zweiten Weltkrieg begonnen hatten zu scheitern.

Wir müssen daraus die Schlussfolgerung ziehen, dass Einwanderer den wirtschaftlichen Niedergang Europas nicht verursacht haben. Einwanderer haben wahrscheinlich den bevorstehenden Zusammenbruch Europas teilweise verspätet, aber das bedeutet nicht, dass sie es auf unbestimmte Zeit verhindert haben. Wenn der Prozess der Masseneinwanderung fortfährt, werden die Volkswirtschaften Europas schließlich nicht von Europäern, sondern von Arabern, Asiaten und Afrikanern geführt. Auf lange Sicht stehen die Europäer vor ihrem wirtschaftlichen und biologischen Aussterben.

Was sollten die europäischen Völker dann anders machen um die Migrantenwelle zurückzudrängen und eine Zukunft für autochthone Nachkommen zu verteidigen? Wenn die Europäer weiterhin an ihrem Reichtum festhalten werden und Luxusautos über Kinder bevorzugen, werden sie niemals in der Lage sein für chinesische und indische Löhne zu arbeiten. Die abendländische Sucht nach Reichtum hat die Europäer sicherlich verurteilt. (Evolution begünstigt offensichtlich nicht die Reichen.)

Wenn, auf der anderen Seite, die Europäer auf Luxusgüter verzichten und ihren Reichtum für die Erhöhung der Familiengröße ausgeben würden, abgesehen davon, dass sie ihren Kontinent für Immigranten weniger attraktiv machten, würden ihre leicht steigenden Zahlen immer noch nicht ausreichen um entweder mit vier bis sechs Milliarden Asiaten zu konkurrieren, oder mit einem projizierten zwei bis vier Milliarden Afrikaner vor dem Ende dieses Jahrhunderts. Europäer, scheint es, werden auf alle Fälle ihre Zukunft verlieren, egal was sie tun.

Das Schicksal Europas

Es gibt natürlich noch eine unausgesprochene Lösung zu diesem europäischen Dilemma. Nach dem Ökologen Paul Colinvaux, dem Verfasser des Buches Das Schicksal der Nationen, werden reiche Nationen immer Krieg führen gegen ärmere Nationen, deren ständig wachsende Bevölkerungsgruppen eine wirtschaftliche Bedrohung darstellen.

Er schreibt: «Der Angriffskrieg wird verursacht durch das anhaltende Wachstum der Bevölkerung in einer relativ reichen Gesellschaft.» In unserer Zeit ist diese reiche Gesellschaft die globalisierte Welt, und die wachsenden Dritten Weltbevölkerungen drohen sicherlich den reichen Westen zu zerstören. Wenn Colinvaux’s historische Analyse richtig ist, wird es noch ein großes Kino geben.


[1]Fareed Zakaria, The Post-American World: Release 2.0 (New York: W. W. Norton & Company, 2012), Kap. 1.

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