Feiere den europäischen Frühling

Es ist Zeit zu entscheiden wofür wir stehen

Als Teenager war ich ein Sozialist, aber als Erwachsener erwies ich mich als Reaktionär. Was ist schiefgelaufen? Nun, ich bin müde geworden an der Seitenlinie stehen zu bleiben, während Wellen von Millionen von Einwanderern seit über einem halben Jahrhundert jedes Jahr auf Europas Küsten prallen. Die Politik des großen Austausches hat alle andere Politik überflüssig gemacht. Es hat keinen Sinn mehr über Politik zu diskutieren, wenn es kein Land mehr gibt um zu regieren. Europa ist zur Hölle gegangen.

Unabhängig davon will eine progressive Bewegung uns glauben lassen, dass wir einfach wieder einschlafen sollten und aufhören müssten uns über unsere Zukunft Sorgen zu machen. Wir sollten der Rechtsstaatlichkeit vertrauen, sagen sie. Und außerdem haben wir es dank Immigranten noch nie so gutgehabt.

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Warum wir für Freiheit kämpfen

Nach den Anschlägen vom 11. September versicherte Präsident Bush der Welt, dass Amerika nicht im Krieg mit dem Islam steht. Aber die Anschläge auf Charlie Hebdo in Paris zeigten, dass der islamische Terrorismus sich mit der Welt im Krieg befindet. Verwurzelt im Traditionalismus verachtet der Islam die Freiheit, erstickt den Fortschritt und vergrabt den kritischen Gedanken. Die islamische Lehre lehnt alles ab, was Europa und der Westen in den letzten dreitausend Jahren aufgebaut haben. Der Islam ist keine Religion, sondern eine bedrückende Ideologie, die sich nur für eine Religion ausgibt. Wir schulden es der Geschichte, die Zukunft des Westens zu verteidigen.

«Ein Volk, das Tyrannei nachgibt, wird mehr als Leben und Besitz verlieren, dann fällt die Dunkelheit.»—H.M. Van Randwijk

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Progressive Entmenschlichung

Der Glaube an den politischen Fortschritt als Ersatz für echte religiöse Zugehörigkeit

Erinnert man Menschen an den Tod, dann stärkt ihr Glaube an sozialen und moralischen Fortschritt, vor allem wenn diese Menschen nicht sehr religiös sind.[1] Daher hat in unserer dekonfizierten Zeit eine wachsende Zahl von Menschen eine echte Religion für einen Glauben an eine progressive Politik ersetzt.

Aber die Geschichte warnt uns. Jahrzehnte nachdem Karl Marx die Religion «das Opiat des Volkes» genannt hat,[2] erklärte der sowjetische Premier Wladimir Lenin den Krieg. Obwohl die Mehrheit der Russen des zwanzigsten Jahrhunderts Gläubige waren, führten Lenin und sein Nachfolger Stalin zwei Jahrzehnte anti-religiösen Kampagnen gegen ihre eigenen Leute.

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Die implodierende G7

Falls die Europäische Union ein Geschäft wäre, würden ihre Anleger es zum Verkauf bringen

Wenn man den relativen Anteil eines Landes mit der Weltwirtschaft, oder seinen Marktanteil gemessen an seinem Bruttoinlandsprodukt (BIP), vergleicht, bemerkte ich, dass vier der G7-Staaten mindestens seit dem Jahr 1900 stetig ihren Anteil verloren haben. Sie sind die vier größten Europäischen Volkswirtschaften Deutschlands, Frankreichs, Italiens und des Vereinigten Königreichs. Viel anders als die USA, Kanada und Japan.

Wie wird Europas Niedergang die Welt beeinflussen?

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Das verblassende Lied des Westens: O mein Hiawatha!

«O mein Hiawatha! Alle deine Gebete werden im Himmel erhört, denn du betest nicht wie die anderen; Nicht für größere Geschicklichkeit in der Jagd, Nicht für größeren Erfolg im Angeln, Nicht für den Triumph in der Schlacht, Und nicht für Ruhm unter den Kriegern, sondern für den Profit deines Volkes, Für den Vorteil der Nationen.»

Diese Zeilen kommen aus dem epischen Gedicht Das Lied von Hiawatha von Henry Wadsworth Longfellow, geschrieben im Jahre 1855. In einem Jahr, in dem die politische Korrektheit noch nicht erfunden worden war, beurteilte ein anonymer Rezensent für die New York Times das Gedicht hart:

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Wer ist der wahre Hinterwäldler?

Der Bauer oder der Stadtmensch?

Als ich im Juni 2006 nach München umsiedelte, erzählte die Bankmitarbeiterin am Goetheplatz, dass die Mehrheit der Vierteleinwohner ihren Viertel noch nie verlassen hatte. Man wurde dort geboren, wuchs dort auf, ging dort in die Schule, arbeitete in der Nähe, und starb dort. Ich war entsetzt. Gerade diese menschliche Unbeweglichkeit wollte ich entfliehen.

Der wahre Hinterwäldler ist vielleicht nicht der bäuerliche Kleinmann, der in irgendeinem Gehöft am Rand der freien Natur lebt, sondern der Stadtbürger, der sich in seinem Straßenwald hinter Betonmauern versteckt, und sich dennoch schamlos ‘kosmopolitisch’ nennt, obwohl er die ‘Anderen’ höchstens zweimal am Tag im öffentlichen Straßenverkehr begegnet ohne sie zu grüßen.

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Waren die Germanen multikulturell?

Wie manche Historiker moderne Themen auf die Vergangenheit projizieren

In unserem Zeitalter der politischen Korrektheit passiert es kaum noch, dass der eine oder der andere Historiker bestimmte Vorurteile über unsere Vorfahren doch beweist. Christian Pantle schafft es hie und da in seinem übrigens ganz anständigen Buch über Die Varusschlacht (Propyläen-Verlag, 2009) im Teutoburger Wald: «Bislang hatte sich die körperliche Überlegenheit der Nordgermanen in den Kämpfen gegen die Römer ausgezahlt.»[1]

Der Verfasser erklärt nicht, oder kann vielleicht auch nicht erklären, warum das so war. Er schreibt nur, dass der männliche Germane im Durchschnitt so groß war wie ein Elitesoldat der römischen Garde, nämlich «mit einer Mindestgröße von 1,72 bis 1,78 Meter».[2] Diesbezüglich kann man nur spekulieren. Werden menschliche Körper größer wenn sie in Winterkälte aufwachsen? Bot die nördliche Landwirtschaft den ‘Barbaren’ bessere Nahrung? Inwieweit spielten Gene eine Rolle?

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Der Weg zur Selbstverwaltung

Der Mensch und sein langer Aufstieg von der Leibeigenschaft in die Freiheit

Seit dem Tag, dass der Mensch aus der Wildnis aufwachte, hat er über die Frage meditiert, wie man mit Anderen in einer Gesellschaft zusammenleben soll. Was wir heute Gesellschaft nennen, entstand vor mehr als fünftausend Jahren im alten Mesopotamien,[1] das Gebiet zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris im heutigen Irak.

Aber abgesehen von schnellen Entwicklungen im Bereich Wissenschaft und Technologie hat sich ziemlich wenig verändert. Wie die alten Sumerer, Akkader und Babylonier verlassen heutige Gesellschaften sich auf Landwirtschaft, Tierproduktion, Kinderunterricht, Städtebau und Wirtschaftsplanung. Mehrere tausend Jahren hat die Aussicht  auf Alkohol und Frauen junge Männer verführt in die Großstadt arbeiten zu kommen,[2] wo herrschende Familien entweder ihre Arbeit ausbeuten würden, oder im Fall eines gelegentlichen Männerüberschusses sie wieder in Kriege abzuschieben.

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Nach dem Rückgang: ein Europäisches Reich?

Zusammenfassung des Buches ‘Auf dem Weg ins Imperium’ von Professor David Engels

Innerhalb von zwanzig bis dreißig Jahren werden in ganz Europa Bürgerkriege ausbrechen, vergleichbar mit Kriegen, die Spartakus vor dem Rückgang der Republik gegen Rom führte. Das prognostiziert Professor David Engels der Freie Universität Brüssel in einem (wie üblich) unterbelichteten Buch Le Déclin (Der Rückgang), dass in 2014 auch auf Deutsch veröffentlicht wurde mit dem Titel Auf dem Weg ins Imperium.

Nach dem brüsselschen Historiker sind die Ähnlichkeiten zwischen dem Zerfall der heutigen Europäischen Union und dem Rückgang der Römischen Republik so groß, dass Bürgerkrieg auch bei uns unvermeidbar geworden ist. Länder wie Deutschland und Frankreich werden dann aufhören zu existieren. Stattdessen werden bewaffnete, paramilitärische Gruppen eigene Staaten gründen.

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Der Wille zum Sinn

Wer verursacht eigentlich wen, der Mensch oder seine Wirklichkeit?

«Was ist der Sinn des Lebens?» Diese Frage stimmt nicht, weil das Leben keinen Sinn hat. Das Leben ist Sinn. Ein Sinn im Leben ist außerdem nicht etwas, was jemand für sich alleine in Anspruch nimmt, sondern das, was man anderen gönnt. Das Leben gönnt dem Universum seinen Sinn. Wir erschaffen einen Sinn durch Platz für Sinn zu schaffen. Der Sinn kämpft gegen eine entgegengesetzte Kraft, die sie wegschieben muss — einen Widersinn. Das Leben ist die weg-schiebende Kraft.

Dass das Leben sinnvoll ist, legt einen freien Willen nahe um diesen Sinn zu gestalten. Schließlich, was für einen Sinn gäbe es in einem rein deterministischen Universum ohne einen freien Willen zu entdecken? Falls das Universum tatsächlich deterministisch wäre, müssen wir uns darüber verwundern, woher dann die Idee eines freien Willens käme. Wie kann etwas, was keinen freien Willen besitze, auf die Idee kommen, dass es doch so etwas wie einen freien Willen gäbe?

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